Was ein Obststrudel mit Joh 10,10 und mit mir zu tun hat.

Darfs ein bisserl mehr sein? Ein bisserl mehr rosa, ein bisserl mehr Frau, ein bisserl mehr – mich! Ich bin Gottes geliebtes Kind, seine Tochter – mich hat ER beim Namen gerufen – berufen. Als seine Jüngerin.
Und ich bin seinem Rufen gefolgt. Und hier bin ich – Pastoralassistentin in einer Pfarre. Frau in der Kirche. Und ich lese tatsächlich in der Bibel – und nehme ernst, was dort steht. So wie in Joh 10,10 wo Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben – und es in Fülle haben.“ Jesus ist für mich das Leben, er gibt in meinem Leben die Richtung vor, ich versuche, ihm zu folgen.
Aber – was meint er mit „Fülle“? Fülle – das ist vielfältig, Buntheit, reichhaltig, Unmengen, eine Ansammlung oder Anhäufung von etwas. Extra. XXL. Etwas Vieles das etwas befüllt (einen Obststrudel, zum Beispiel) und einen Mehrwert darstellt. Viel von: Menschen, Glauben, Liturgie, zuhören, da sein, beten, singen, ein Instrument spielen, Sakramente spenden, …
Und genau so sehe ich mich: eine Frau, eine Mutter, eine Freundin, eine Kollegin, eine Jüngerin, eine Priesterin, Prophetin und Königin. Sozusagen die Heidelbeere im Strudel, neben Erdbeeren, Äpfeln, … Ich bin ein Mehrwert – bin ein Teil der Fülle. Auch für und in der Kirche. (Auch wenn sich die Rosinen für wichtiger halten.)

Sonja Hörweg, Pastoralassistentin in St. Christoph, Baden

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s